Anfahrt Rechtliches Impressum

Chronik von Unternbibert

Unternbibert liegt im Osten des Großlandkreises Ansbach, im oberen Teil des schönen Biberttales. Die frühere politische Gemeinde Unternbibert umfasste die Orte Unternbibert, Obernbibert, Stockheim, Fladengreuth, Kräft, Daubersbach und Frickendorf. Bei der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1977 ging der Ortsteil Frickendorf zur Marktgemeinde Dietenhofen. Alle übrigen Ortsteile wurden ein Teil der Gemeinde Rügland.
Der Ort Unternbibert kann auf ein sehr langes Bestehen zurückblicken. Über das Alter oder die Gründung des Ortes ist nichts gesagt. Alle anderen Orte der ehemaligen Gemeinde Unternbibert wurden erstmals im 13. Jahrhundert genannt. Für Bibert, als Unternbibert, scheint das Licht erstmals 810 mit dem Namen "Piparodi".
Wenn Graf Ekkibert von einer öden und wüsten Gegend spricht, so ist wohl gemeint, dass außer der Siedlung "Piparodi" keinerlei Menschen in diesem Tal anzutreffen waren (Auszug aus der Geschichte von Unternbibert). Ex. Guttenberg erschließt für die Zeit der Niederschrift, also 810, als damals schon bestehende größere Nachbarorte von Unternbibert, die Orte Stockheim 1137, Rugelandum (Rügland) und Vlaselanden 1294 (Flachslanden).
Zu dieser Zeit wird der Ort Piparodi schon mit einigem Besitztum, samt Mühle aufgeführt. Die Entwicklung der Ortsnamen ist aus Belegen von E. Fechter ersichtlich. So 810 Piparodi, 1317 inferior Biberth, 1342 Bybert, erst 1498 wird aus Nydern Bywart, Unternbibert.
Von 1389 - 1595 hat das Geschlecht der Schenk von Schenkenstein als Grundherren, das Grundrecht in Unternbibert ausgeübt. Heute zeugen noch Namen, wie Schenkenholz und von Schenkensteinstraße, auf diese Grundherren hin. Die Kirche St. Barbara, wird heute dem Patron St. Bartholomäus zugeschrieben. 1480 beginnt die Heiligenrechnung des Gotteshauses.
In den Jahren bis 1945 war Unternbibert rein landwirtschaftlich orientiert. Erst die Jahre nach dem 2. Weltkrieg und der Währungsreform 1948 brachten auch in Unternbibert einen Strukturwandel und einen großen wirtschaftliche Aufschwung.
D
er Bürgermeister Friedrich Meyer, ab 1960, und seine Gemeinderäte, brachten die ehemalige Gemeinde Unternbibert zu ansehnlicher Blüte. Die Gemeindestraßen und Gemeideverbindungswege wurden ausgebaut und befestigt. Siedlungs- und Industrie- wie ein Wochenendgebiet wurden ausgewiesen und besiedelt.
Das Vereinsleben im Ort belebte sich. Über 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Unternbibert, über 50 Jahre Posaunenchor Unternbibert, mehr als 25 Jahre Musikfreunde Unternbibert und 30 Jahre Schützenverein Germania 1970 e.V. Die Musikfreunde sind weit über den Landkreis hinaus bekannt. Der Schützenverein konnte sein neues Schützenhaus beziehen. Weiter wäre noch der Gartenbauverein und der Militär- und Kriegerverein, zu benennen.

Folgende wirtschaftliche Unternehmen sind in Unternbibert ansässig: Brauerei Reuter, Sägewerk Spatze, Raiffeisenbank mit großem Lager und Silos, zwei Gaststätten, ein Herrenfriseur, ein Damenfriseur mit Fitnesscenter, Versicherungsagenturen, ein Papierverarbeitungsbetrieb, ein Tapeziergeschäft mit Schreib- und Lederwaren, ein Viehhandelsunternehmen, eine Zimmerei und Bauschreinerei, ein Bauunternehmen mit Fuhrbetrieb, ein Omnibusunternehmen, dazu noch ein Betrieb der Kran und Hebetechnik.

Am 30. Juli 1965 erhielt die Gemeinde Unternbibert, ein eigenes Gemeindewappen, vom Freistaat Bayern zugesprochen. Am 1. Januar 1977 wurde die Gemeinde, wie bereits erwähnt, im Rahmen der Gemeindegebietsreform, mit Rügland zu einer Gemeinde zusammengelegt und gehört seitdem zur Verwaltungsgemeinschaft Weihenzell.